Amnesty International – Guerilla-Kampagne
Provokantes Marketing für den guten zweck
Wie weckt man das Interesse von Studierenden für ernste Themen wie Menschenrechte, wenn diese zwischen Vorlesungen und Freizeit ohnehin mit Informationen überflutet werden? Das Ziel war es, Amnesty International an Hochschulen präsent zu machen und neue Mitglieder zu gewinnen. Die Herausforderung lag darin, eine Kommunikationsform zu finden, die Aufmerksamkeit erzwingt, ohne dabei belehrend oder deprimierend zu wirken.


Die Lösung war eine Guerilla-Plakatkampagne an einem Ort, an dem jeder Zeit zum Lesen hat: auf den Hochschultoiletten. Durch das Spiel mit dem Kontext und zweideutigen Headlines haben wir eine Brücke zwischen der unmittelbaren Situation der Studierenden und den globalen Missständen geschlagen.
- Kontextueller Humor: Mit Headlines wie „Weißt du, was scheiße ist?“ (gefolgt von „Gewalt gegen Frauen“) oder „Diese Toilette entspricht der Größe einer Gefängniszelle in China“ haben wir den Raum als Medium genutzt. Der harte Kontrast zwischen dem „lockeren“ Einstieg und dem ernsten Thema sorgte für den nötigen Impact.
- Visuelle Identität: Das Design blieb dem ikonischen Look von Amnesty International (Gelb/Schwarz) treu, um sofortige Marken-Wiedererkennung zu garantieren. Die Typografie war plakativ und auf schnelle Lesbarkeit aus der Distanz ausgelegt.
- Call-to-Action: Über einen direkten Link auf den Plakaten konnten sich Interessierte sofort informieren. Die Kampagne nutzte das „sinnvolle Absitzen“ der Zeit auf der Toilette, um die Hürde für eine erste Auseinandersetzung mit dem Thema zu senken.
Das Ergebnis
Die Kampagne war an der Uni Gesprächsthema Nummer eins. Durch die Verbindung von Humor und radikaler Ehrlichkeit gelang es, das Image von Amnesty International für die junge Zielgruppe zu entstauben und ein Bewusstsein für die Unsichtbarkeit von Unrecht zu schaffen.





